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Anlass für Missverständnisse, Ablehnungen und Feindschaften unter Jugendlichen und Erwachsenen in Huchting sind oft ein Mangel an Wissen, Einblick und eigener Erfahrung über die jeweils andere Kultur und Religion. In den letzten Jahren unserer Arbeit mit MigrantInnen hat sich herausgestellt, dass die jeweiligen Religionen eine sehr wichtige Rolle in ihrem Leben spielen und das Alltagshandeln stark mitbestimmen. Dieser Aspekt wird oft ausgeblendet. Es bilden sich hier Parallelwelten heraus, die mit diesem Projekt durchlässiger und transparenter für Huchtinger BewohnerInnen gemacht werden sollen.
Bei den Teilnehmenden sollen durch dieses kulturpädagogische Projekt Erfahrungen gemacht werden, die ein
tieferes Wissen und Einblicke in die anderen Kulturen und Religionen ermöglichen. Zu diesem Zweck erarbeiten die Beteiligten zunächst mit intensiver Begleitung Darstellungsformen, mit denen sich ihre eigenen kulturellen Besonderheiten am besten ausdrücken lassen. Die eigene Religionszugehörigkeit und die individuellen Formen ihrer Ausübung spielen dabei eine wichtige Rolle.
„Für dieses Projekt suchen wir noch Interessierte, die Lust haben mitzuarbeiten.“
BewohnerInnen der unterschiedlichen Herkunftskulturen und Generationen tauschen sich zu wenig über ihre
kulturellen Werte aus. Sie prallen aufeinander und lösen Unverständnis bis hin zu Angst aus. Deswegen
besteht an einem Austausch – über die unterschiedlichen kulturellen Werte im Stadtteil – ein dringender Bedarf.
Im Rahmen eines Ausstellungsprojekts und einer Radiosendereihe hat der Kulturladen im vergangenen
Jahr mit jungen Menschen und ihren individuellen Zukunftsvorstellungen/Wünschen und Hoffnungen
gearbeitet.
In diesem Projekt sollen sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und SeniorInnen der verschiedenen Herkunftskulturen, die in Bremen leben, über die unterschiedlichen und die gemeinsamen Werte austauschen und
daraus Vorstellungen entwickeln wie sie in Zukunft gemeinsam leben wollen.
Alle Beteiligten werden fotografisch porträtiert und die Zukunftsvorstellungen werden gemeinsam bildnerisch
auch mit Hilfe von digitaler Bildbearbeitung umgesetzt, so dass sie dann im Format von 1,80 x 1,40 Metern auf Planen gedruckt werden können.
Die Plakatplanen werden mehrsprachig gestaltet. Diese Planen sollen an ausgewählten Fassaden angebracht, dafür sorgen, dass die gemeinsamen Zukunftsutopien der ProjektteilnehmerInnen an unterschiedlichen öffentlichen Orten im Stadtteil präsentiert werden. Damit wird über mehrere Monate eine Auseinandersetzung – auch bei den BetrachterInnen – mit Projekt Mensch – in was für wollen wir gemeinsam was für einer den Zukunftsvorstellungen der Teilnehmenden und (hoffentlich auch der BetrachterInnen) angeregt. Die bedruckten Planen könnten auch über das Jahr 2010 hinaus an wechselnden Orten im Stadtteil und auch über den Stadtteil hinaus ausgestellt werden.
Am Ende des Projekts ist eine Abschlusspräsentation geplant, wo alle TeilnehmerInnen auf einem gemeinsamen Druckerzeugnis vertreten sind. Weitere Präsentationsorte sollen nach Möglichkeit Straßenbahnen oder andere öffentliche Werbeträger sein.
„Für dieses Projekt suchen wir noch Interessierte, die Lust haben mitzuarbeiten.“
Am 4. September 2010 treten die Auswanderer im Rahmen des integrativen
Kulturfestes 20 Jahre Lebenshilfe M-V in Schwerin auf.
Am 5. September 2010 sind die Auswanderer in Hamburg auf dem Festival
„Street Art Melting Pot“ zu sehen.
Am 2. Oktober und zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2010 in Bremen
ist die StelzenSippe der Theaterwerkstatt der Generationen und Kulturen auf
der Ländermeile zum Bürgerfest auf Einladung des Bremer Rathauses präsent.