Archiv der Kategorie 'Projekte'
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Ein Kultur- und Integrationsprojekt für Jugendliche
und Erwachsene vom März 2008 bis April 2009
Ideen, Konzept, organisatorische und künstlerische Leitung:
Vera Zimmermann & Claudius Joecke
Dieses Projekt soll dazu beitragen den Stadtteil für eine gemeinsame Zukunft für Menschen mit und ohne Migrationshintergrund weiter zu entwickeln. Positive Zukunftsbilder und Visionen können zur Alltagsbewältigung im Stadtteil hilfreich beitragen.
Bevor der Blick auf eine gemeinsame Zukunft glücken kann, ist die Auseinandersetzung mit der Ankunft und der Herkunft der BewohnerInnen des Stadtteils sinnvoll. Der Blick zurück auf die Herkunft, auf die kulturellen Wurzeln und Werte, auf eine individuelle und die Familienvergangenheit schafft die Voraussetzung und die Grundlage für den Blick auf das Ankommen – den eigentlichen Integrationsprozess. Es sind sowohl die Bewohner-Innen, die aus anderen Ländern angekommen sind angesprochen, als auch die BewohnerInnen, die schon lange hier wohnen. Die Ankunft wird hier als andauernder Prozess betrachtet. Auf diesem Hintergrund hat die inhaltliche und gestalterische Auseinandersetzung mit dem Thema Zukunft stattgefunden. Unter künstlerischer und kunstpädagogischer Anleitung sind „Zukunftsschreine” der unterschiedlichsten Art entstanden.
Schreine haben in den unterschiedliche Kulturen oft zwei wesentliche Aspekte: Sie sind einerseits Bild, Objekt und Ort, an dem der Vorfahren und der Vergangenheit gedacht werden kann, andererseits sind sie der Ort, an dem jede Art von Unterstützung für die Zukunft erbeten, erhofft und visualisiert wird.
Die Ausstellung vereint Gestaltungselemente je nach Bedürfnis, Fähigkeit und Vorliebe der gestaltenden ProjektteilnehmerInnen. Begleitet und angeleitet wurden sie von KünstlerInnen, KunsttherapeutInnen, Kunst- und Kulturpäda-gogInnen, einem Komponisten und Klanginstallateur. Die jugendlichen TeilnehmerInnen wurden am Schulzentrum Flämische Straße für das Vorhaben gewonnen, die Erwachsenen über die Stadtteilkontakte.
Zwischenergebnisse wurden bereits auf der Verbrauchermesse, der „Hanse Live” in den Messehallen, auf dem Schiff „Ozeana”, beim „Culturboat III” und beim Frauenkulturzentrum Belladonna vor mehr als 1000 BesucherInnen präsentiert.
Die Projektreihe insan…mensch findet mit dieser Ausstellung Herkunft – Ankunft – Zukunft ihr vorläufiges Ende. Im Roland-Center werden in dieser Woche außerdem Teile der Ausstellung insan…mensch – Koffer (2006), insan…mensch – Rauminstallationen (2007) und insan…mensch – Ankommen Einst und Jetzt (2008) zu sehen sein.
Herkunft-Ankunft-Zukunft hier sehen
Zukunftsschreine hier sehen
Kurzpräsentation hier sehen
Pressemitteilungen hier sehen
Gästebuch hier sehen
Dieses Projekt wird vom Senator für Kultur und
gefördert.
* Schrein (v. lat. scrinium), ursprünglich Lade, Kasten, dann auch so viel wie Schrank. Das Charakteristische des Schreins bestand darin, dass er geschlossen werden konnte, weshalb man die mittelalterlichen Schnitzaltäre, deren Flügel zugleich als Türen zum Schutz des Inneren diente, Altarschreine nannte. Daher auch der Name Schreiner für Tischler.
In diesem Sommer wurden im Kulturladen zwei Wände künstlerisch gestaltet.
Zum Einen die Außenfassade vom Haus G durch Lenart Seehausen (siehe Fotos) und zum Anderen die Innenwand des Tanz- und Bewegungsraums durch Meike Rohde (siehe Fotos).
Die Beiden arbeiten zur Zeit an einem Entwurf für den Bewohnertreff der Gewoba in der Utrechter Strasse. Lenart Seehausen hat gerade seinen Gestaltungsentwurf für das Elektrohäuschen beim Stadtteilhaus Huchting der Bremer Heimstiftung abgegeben.
Unterstützt durch die Künstlerin Barbara Hofmann aus der Medienwerkstatt und den Künstler Jan Jordaan aus der südafrikanischen Hafenstadt Durban veranstaltet der Kulturladen vom 1.bis 4. September eine Ideenwerkstatt zur künstlerischen Gestaltung ausgewählter Fassaden auf dem Gelände des Bürger – und Sozialzentrums.
Alle Initiativen und Vereine, alle Institutionen und NutzerInnen sind herzlich eingeladen an diesen vier Tagen jeweils in der Zeit von 9.30 bis11.00 Uhr erste Gestaltungsideen mit künstlerischer Unterstützung als Ideenskizzen aufs Papier zu bringen.
Am 2.und 3. September wird Jan Jordaan aus Südafrika den Ideenentwicklungs- und Gestaltungsprozess begleiten, dann ist Englisch (mit Übersetzung) die vorherrschende Sprache, an den anderen Tagen wird deutsch gesprochen.
Anmeldungen, auch für einzelne Vormittage, bitte telefonisch unter 0421 570293 vornehmen.


“SchRein in die Zukunft“ soll sowohl dem individuellen Zukunftsbild nachgehen, als auch der Frage wie Menschen aus- und inländischer Herkunft in Zukunft miteinander leben möchten. Ausgangspunkt für diese Auseinandersetzung bildet ein sogenannter Lebens- Alltags-Kulturen Austausch. Um herauszufinden, wie ich in Zukunft leben möchte, muss ich durch eine “Bestandsaufnahme“ erfahren, was mich geprägt hat, was ich an meinem gegenwärtigen Leben schätze und was ich verändern möchte, bzw. was meine Ängste, was meine Träume und Sehnsüchte sind. Dies kann am eindrücklichsten gelingen, wenn ich hierbei „meinen Horizont erweitere“ und neue andere Lebensformen kennenlerne und erlebe.
30 BürgerInnen dieses Stadtteils sollen, an mindestens 1 bis 3 Tagen miteinander durch den Alltag gehen (Gastfamilien) Dies kann sich mehrfach wiederholen. Der Lebens-Alltags-Kulturen (Aus)- Tausch wird durch einen, zuvor mit den KünstlerInnen erarbeiteten Wegweiser geleitet. Die in dieser Begegnung erzielten Eindrücke und Erkenntnisse werden zunächst in einem Tagebuch, per Video- oder Fotokamera festgehalten, um sie anschließend gemeinsam mit den Künstlern in die Gestaltung von Präsentationen einfließen zu lassen.
-Während die vorangegangenen Kulturladen Projekte zu einem besseren Verständnis der nebeneinander existierenden Kulturen und persönlichen Lebenswege beigetragen haben, liegen die Besonderheiten dieses Projekts in der Eindringlich- und Nachhaltigkeit der Begegnung sowie in der Impulsgebung für die weitere individuelle Zukunftsbetrachtung u.-gestaltung.
-Anstelle intellektuell bei der Beantwortung der Fragen “Woher komme ich und wo will ich hin?” stehen zu bleiben, ermöglicht das Vorhaben den Alltag aus dem Blickwinkel des anderen zu erfahren und damit einen erweiterten Blick auf die eigene Zukunft zu werfen. “Hüte dich davor, einen anderen Menschen zu beurteilen. Du weißt nichts von ihm und seiner Welt, wenn du nicht wenigstens einen Tag in seinen Schuhen gegangen bist”
-Der Lebens ,- Alltags,- Kulturen (Aus)Tausch hebt die Angst vor dem Fremden, Unbekannten auf und “reißt Mauern nieder”, wie sie in Paralellgesellschaften in einem Stadtteil mit teilweise 40% Menschen mit Migrationshintergrund existieren.
-Ein Wegweiser, der zuvor erarbeitet wird, leitet den Austausch. In ihm wird festgelegt, mit welchen Fragen die einzelnen in die Gastfamilien hineingehen, und wie die gewonnenen Ergebnisse doku-mentiert werden sollen.
Es wird außerdem an Gestaltungen gearbeitet, in denen kollektive Wünsche, Visionen und Ängste Ausdruck finden. Dieses “NetzwerK” soll an jedem Ort der Präsentation wachsen, indem die Besucher sich mit ihren Gedanken, Fantasien und Perspektiven einbringen.
Dieses Projekt wird im 2. Halbjahr 2008 von
gefördert.
Kontakt:
Claudius Joecke, Vera Zimmermann
Tel.: 0421 / 57 02 93
eMail: info@kulturladen-huchting.de
Hier können Sie sich die Sendung vom Donnerstag, den 23.07.2009 als Podcast herunterladen.

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Beiträge von:
Moderation Claudius Joecke
Redaktion/ techn. Ltg. Norbert Ellrich
Die Radiosendung zu diesem Projekt in Kooperation, ausgestrahlt am 23.07.2009 im Radio Weser.TV:
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Moderation: Claudius Joecke
Redaktion/ techn. Ltg.: Norbert Ellrich
Am Freitag den 29.08.2008 ist es wieder soweit. Mit Bremens Kulturen in einem Boot: Theater, Musik, Tanz, Talk, Satire und Party.
Eine genaue Beschreibung der Veranstaltung findet Ihr unter www.kulturladen-huchting.de/cultureboat3


Die meisten MigrantInnen erleben in ihrem Alltag nicht, dass Ihnen und Ihren Geschichten Gewicht beigemessen wird. Diese Geschichten sollten mit und durch künstlerische Mittel in den Vordergrund des Interesses rücken: Dazu arbeiteten die HuchtingerInnen mit Migrationshintergrund, die genau an diesem Prozess Interesse hatten, unter künstlerischer Anleitung an Kofferinstallationen die Ihren eigenen kulturellen Hintergrund zum Thema haben.
Hierbei soll mit den Kofferinstallationen der kulturelle Hintergrund als vorzeigbare Besonderheit und individuelle Stärke herausgestellt werden. Mit Gegenständen, die sich mit der persönlichen Geschichte der MigrantInnen verknüpfen und die auf das Herkunftsland verweisen, wurden die Koffer von innen und außen gestaltet. Die Portraitierten sollten in den Kofferinstallationen zu den Fragen Stellung beziehen: Was bedeutet es für mich als Türkin /Russin etc. hier in Huchting zu leben? Was habe ich aus meiner Kultur hier in meinem Alltag gerettet? Was konnte ich nicht aus meiner Kultur herüber retten? Die Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung hat die Gestaltungsüberlegungen und den künstlerischen Prozess geleitet.
Ein weiterer Schwerpunkt der Kofferinstallationen sind Klanginstallationen in Form von Audioportraits (abgespielt über CDs und abhörbar über Kopfhörer)
Das Projekt wurde gefördert durch das Programm Wohnen in Nachbarschaften (WiN), durch den Senator für Kultur und die Migrationsbeauftragte für das Land Bremen.
Dieses Projekt steht im Kontext zu “art for humanity“.
Kofferinstallation hier sehen
Übersicht der Koffer hier sehen
Pressemitteilungen hier sehen
Gästebuch hier sehen


Aus Koffern leben – dieser Umstand ist den meisten MigrantInnen vertraut. In diesem Projekt des Kulturladens Huchting haben die ausländischen BewohnerInnen des Quartiers ihre persönliche Geschichte in Koffer verpackt und präsentieren damit ihre persönlichen Eindrücke und Erfahrungen auf „engstem Raum“.
Unter künstlerischer Anleitung sind dabei Installationen entstanden, die den kulturellen Hintergrund der MigrantInnen erfahrbar machen und ihre Besonderheit als Stärke herausstellen. Wer die einzelnen Koffer und ihre liebevoll zusammengestellten Inhalte betrachtet, bekommt einen kleinen Eindruck von der kulturellen Vielfalt und der persönlichen Geschichte der MigrantInnen.
Mit dieser stetig wachsenden Ausstellung (Audioportraits und „heimatliche Klänge“ sind zum Beispiel im Laufe der Zeit dazugekommen) wird hör- und sichtbar, dass Menschen aus anderen Herkunftsländern unser Zusammenleben bereichern.
- Maria de Los Angeles
- aus Spanien
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- Rassiat und Pattia
- aus Dagestan
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- Boris Babuschkin
- aus Russland
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Ende-Europa
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Ende-Amerika
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Ende-Afrika
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- Shakilla Rahim
- aus Afghanistan
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- Mariam und Mona
- aus dem Libanon
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- Gaylan und Gole
- aus Kurdistan
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- Semsa und Mizgin
- aus Kurdistan
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Ende-Asien
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